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Herzlich willkommen auf den Seiten der neuen Forschungsstelle für Kriminologie und Sanktionenrecht der FAU Erlangen-Nürnberg am Fachbereich Rechtswissenschaft!

Kriminologie und Sanktionenrecht sind wichtige Eckpfeiler in der Ausbildung junger Juristen und aus dem Fächerkanon der Strafrechtswissenschaft nicht wegzudenken. Wenn sich das Strafrecht im engeren Sinn normativ mit den Voraussetzungen von Strafe befasst, setzt die Kriminologie als Lehre vom Verbrechen früher an und fragt, warum es überhaupt zu einer Straftat gekommen ist und wie Straftaten verhindert werden können. Das Sanktionenrecht schließt auf der Gegenseite die Lücke zwischen der Tatsache, dass bestraft wird und der Art der Strafe, die zu verhängen ist.

Beide Fächer sind daher Bestandteile des Schwerpunktbereichs Kriminalwissenschaften (SPB 6) am Fachbereich Rechtswissenschaften und Prüfungsstoff im Staatsexamen. Mit der Gründung dieser Forschungsstelle soll ein Beitrag zur Kontinuität der Ausbildung der Studierenden geleistet werden. Insbesondere eine Erlanger sanktionenrechtliche Tradition war bereits von Hans-Jürgen Bruns ab den 1950er Jahren mit seinen Monographien zum Strafzumessungsrecht begründet worden. Ende der 1980er Jahre wurde mit der Berufung von Dieter Dölling und anschließend von Franz Streng der Kriminologie in Erlangen ein besonderer Stellenwert zuerkannt. Und gerade die Kriminologie findet seitdem als Schwerpunktfach im Rahmen der juristischen Ausbildung großen Anklang. Außerdem ermöglichen auch Studiengänge der Philosophischen Fakultät seit längerem die Möglichkeit des Studiums der Kriminologie als Nebenfach und eröffnen die Chance zu einem interdisziplinären Austausch.